11. Jugendbegegnung 2026 in Le Poiré-sur-Vie
Letzten Sonntag brachen 15 Jugendliche und ihre drei Betreuerinnen in unsere französische Partnergemeinde Le Poiré-sur-Vie auf, um dort eine erlebnisreiche Woche zu verbringen. Nach fünf Stunden mit dem TGV wurden wir in Nantes bereits von unserer Partnerorganisation EPI erwartet. Nachmittags konnten die Jugendlichen die Gastfamilien kennenlernen, manche kannten sich schon aus den Vorjahren, andere nahmen zum ersten Mal teil. Am Anfang stand man sich wie üblich schüchtern gegenüber, aber im Lauf der Zeit bildeten sich die ersten gemischten Gruppen.

Empfang – Bild DFFN
Um das Kennenlernen zu unterstützen, hatte der EPI für den Montag witzige Spiele vorbereitet, bei denen man kommunizieren musste und mit Schnelligkeit und Geschicklichkeit punkten konnte. Mit viel Gelächter wurden zum Beispiel Figuren nachgebaut, oder mit einem Stift wurde das Wort Paix für Frieden geschrieben. Nachmittags konnten die Jugendlichen in deutsch-französisch gemischten Gruppen bei einem Orientierungslauf Le Poiré kennenlernen. Und auch der Abend im Jugendkeller half, bei Gesellschaftsspielen und Pizza aufeinander zu zugehen. An einfachsten sind immer wieder Ballspiele, ein Völkerballspiel rundete den Abend ab.

Kennenlernspiele – Bild DFFN
Schon dienstags erwarteten uns die ersten Highlights der Woche. Morgens tobten die Jugendlichen beim Lasertag-Spielen über den Platz, wie wir es früher bei Räuber und Gendarm gemacht hatten. Nachmittags konnten sie im Aquapark über Kletterleitern, Riesenrutschen und Trampoline springen und hatten dabei eine ganze Menge Spaß. Zufrieden und müde ging es abends zurück in die Gastfamilien, manche trafen sich noch in den Gastfamilien, andere fanden sich im Park von Le Poiré zusammen.

Lasertag – Bild DFFN
Auch der weitere Teil der Woche gestaltete sich abwechslungsreich. Wir fuhren mittwochs ans Meer nach Sables d’Olonne und konnten nach einer kleinen Stadtführung den Nachmittag freigestalten. Die einen nutzten das zum Shoppen, anderen genossen den Strand mit angenehmen Wassertemperaturen zum Faulenzen, Baden, Sandburgenbauen und Kicken. Neben dem Besuch im Wasserpark zählte dieser Tag zu den liebsten Aktionen bei den Jugendlichen in dieser Woche.

Sables d’Olonne – Bild DFFN
Kultur stand am Donnerstag auf dem Programm, wir besuchten das Musée de la Vendée, das mit einem Rätselspiel die Jugendlichen dazu brachte, sich mit der Geschichte der Vendée näher zu beschäftigen. Genauso viel Spaß hatten sie beim Fangenspielen in der Mittagspause, bevor wir zum Wasserpolo aufbrachen. Jeder Jugendliche sitzt dabei in einem Einer-Kayak, und zwei Gruppen versuchen, gegenseitig das in der Luft hängende Tor mit einem Ball zu durchwerfen. Die Kunst besteht darin, schnell mit dem Kayak zu navigieren, den Ball mit dem Ruder herzuziehen und dann mit kräftigem Wurf den Ball Richtung gegnerisches Tor zu bewegen. Die Jungen hatten hier eindeutig Vorteile, manchem Mädchen hingegen war es etwas zu wild.
Leider stand schon der Abschlussabend an, bei dem die Jugendlichen, Gastfamilien und die Mitglieder unserer Partnerorganisation EPI ein letztes Mal zum Abschied zusammen kamen. Die französische Bürgermeisterin Marie Charrier-Ennaert ließ es sich nicht nehmen, persönlich teilzunehmen und in beiden Sprachen Dankesworte an die Teilnehmer/-innen zu richten, und auch weitere Vertreter von der Gemeinde waren anwesend. Traditionell wurden wir dabei mit köstlichen Galettes und Crepes verköstigt, die vom Genet d’Or, einem örtlichen Rentnerverein, vorbereitet wurden.



Am nächsten Morgen wollten die einen ausschlafen, während die anderen sich noch in La Roche sur Yon trafen, um dort ein wenig herumzuschlendern. Leider mussten wir mittags die Heimfahrt antreten, bei Sonnenschein fuhren wir nach einer fantastischen Woche ab und kamen bei Regen in Strasbourg an. Unser Dank gilt der französischen Partnerorganisation EPI, den herzlichen französischen Gastfamilien und der Gemeinde Le Poiré-sur-Vie, die uns so wunderbar aufgenommen haben. Viele Jugendliche wären am liebsten länger geblieben, so gut hat ihnen diese Woche gefallen. Ein Dankeschön geht natürlich auch an die Gemeinde Neulingen und BM Schmidt, die uns vielfältig vorab unterstützt haben.